Grenzkontrolle

Das Berghain gehört zu den bekanntesten Clubs Berlins. Seit 2004 befindet es sich im ehemaligen Heizkraftwerk Friedrichshain, einem Industriebau aus den 1950er Jahren. Die monumentale Architektur des Kraftwerks ist bis heute ein wesentlicher Teil der Wirkung des Ortes. Bekannt ist das Berghain ebenso für seine Tür. Der Einlass ist streng und für Außenstehende kaum vorhersehbar. Vor dem massiven Gebäude entsteht dadurch eine besondere Situation: Menschen warten, werden einzeln eingelassen oder abgewiesen. Dieses Prinzip von Zugang und Ausschluss erinnert fast an eine Grenzkontrolle – drinnen oder draußen, passieren oder zurückbleiben. Mit diesem Gedanken spielt auch das Gemälde. In die Malerei sind einzelne Collageelemente mit Begriffen wie „Kontrolle“ und Anspielungen auf Grenzkontrollen eingearbeitet. Sie verbinden die Architektur des Berghains mit der Situation vor seiner Tür, ohne den Club selbst dokumentarisch abzubilden. Gerade diese Grenze zwischen öffentlich und nicht öffentlich gehört zum Berghain. Das Gebäude ist von außen für jeden sichtbar, doch was dahinter geschieht, bleibt einem begrenzten Kreis zugänglich.

Berghain

Jahr:
2018
Technik:
Noch offen
Maße:
Noch offen
Werk-ID:
AW_19
Status:
Original nicht verfügbar

Das mittelformatige Gemälde auf Leinwand ist auf einen etwa zwei Zentimeter tiefen Keilrahmen gespannt. In die farbige Malerei sind einzelne Collageelemente mit Schriftfragmenten und Anspielungen auf „Kontrolle“ und „Grenzkontrolle“ eingearbeitet. Das Bild verbindet die monumentale Architektur des ehemaligen Heizkraftwerks mit der Clubkultur des Berghain und dem Prinzip von Zugang und Ausschluss.

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