Schrottplatz

Inspiriert wurde dieses Bild zum einen vom Kunsthaus Tacheles und seiner besonderen Verbindung von Kunst, Metall, improvisierten Metallskulpturen und einer fast wild gewachsenen Skulpturenlandschaft. Gleichzeitig entstand es aus der Faszination für reale Schrottplätze und Müllhaufen in Berlin, etwa bei Valhalla im Westen oder in Neukölln am Schifffahrtskanal nahe dem Estrel. Gerade dort prägte lange eine Metallschrott-Umladestelle das Umfeld am Wasser. Vieles lag scheinbar ungeordnet übereinander, obwohl ein großer Teil dieses Materials später wiederverwertet und erneut zum Rohstoff wird. Gerade darin liegt ein besonderer Reiz. Ein Schrotthaufen besteht aus Dingen, die einmal einen Zweck und eine Funktion hatten. Trotzdem verschwindet ihre Geschichte nicht. Die einzelnen Dinge erzählen noch davon, was sie einmal waren. Müll und Schrott waren in der Kunst immer wieder ein Thema. Häufig wird von „Kunst aus Müll“ gesprochen: Aus weggeworfenen Dingen wird ein neues Objekt gebaut, und der Abfall wird dadurch gewissermaßen aufgewertet. Genau das ist hier nicht gemeint. Der Müll wird nicht zum Material für ein neues Kunstobjekt, sondern selbst zum Gegenstand der Malerei. So entsteht eine Art Stillleben aus den Resten der Konsumwelt. Schönheit zeigt sich dabei dort, wo man sie zunächst nicht erwartet. Das Kaputte, Verbrauchte und Ausrangierte besitzt eine eigene Farbigkeit und eine eigene Geschichte. Gerade ein Schrottplatz zeigt sehr unmittelbar, wie Dinge altern, zerfallen, ihren Zweck verlieren und trotzdem sichtbar bleiben.

Schrottplatz

Jahr:
2016
Technik:
Acryl auf Leinwand
Maße:
160 x 230 cm
Werk-ID:
AW_14
Status:
Original verfügbar

4.000,00 €

Ein Haufen aus Metall, Fahrzeugteilen und ausrangierten Gegenständen wird zum Motiv eines großformatigen Stilllebens. Angeregt von der improvisierten Ästhetik des Kunsthauses Tacheles und Berliner Schrottplätzen zeigt das Bild Abfall nicht als Material zur Aufwertung, sondern als Gegenstand der Malerei. Rost, Lackreste, Verfall und Überlagerungen erzählen von der früheren Nutzung der Dinge und erzeugen zugleich eine eigene, fast üppige Farbigkeit.

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